Die Digitalisierung der Tourismusbranche

Darauf kommt es an!

Buchungsportale, soziale Netzwerke, Tickets online. Wer heute als Tourismusbetrieb weiterhin gute Geschäfte machen möchte, muss schnell reagieren und sich dem Trend der Digitalisierung stellen. Denn wer heute nicht „aus allen Kanonen“ feuert, gerät bei seinen Gästen und potenziellen Kunden schnell in Vergessenheit und verpasst den Anschluss. Dabei ist es gar nicht so schwer (oder teuer) sich gut aufzustellen – wenn Sie wissen, wie.

Vor der Reise steht die Recherche
Wenn Sie sich früher auf den Urlaub vorbereiten oder einfach nur inspirieren lassen wollten, war das mit einigem Aufwand verbunden. Reiseführer kaufen oder ausleihen, Info-Veranstaltungen zum Reiseziel besuchen, mit Bekannten reden, die schon einmal vor Ort waren etc. Ein zeitintensiver Weg, der mit viel Aufwand wie Eigeninitiative verbunden war. Heute geht es dank des Internets weitaus einfacher, umfassender und wesentlich schneller. Von der ersten Inspiration bis hin zur Buchung des Hotels oder der Flugtickets, aktuell geht alles mit nur wenigen Klicks über das Internet vonstatten.

Die Vorteile der Recherche über das Internet liegen in der Vielfalt der Quellen. Einen ersten, groben Überblick geben Informationsportale wie Wikipedia. Detaillierter wird es im Anschluss über die entsprechenden Destinationsseiten, die sich einem bestimmten Ziel widmen. Hier finden Sie meist nicht nur Informationen zur Destination, sondern auch allerlei Nützliches zum Land selbst (und den Menschen vor Ort), wie Angaben zur besten Reisezeit, Hoteltipps und Co. Viele Reiseanbieter liefern sich einen „Kampf“ um den besten Content, um bei den Googlerankings möglichst weit vorne zu landen. Als potenzieller Reisender ist das von großem Vorteil, denn man erhält uniquen Content mit einem hohen Informationsgehalt. Als Reiseveranstalter bedeutet das natürlich: Investition in gute Beschreibungen, gegebenenfalls durch professionelle Autoren und SEO-Experten.

Nicht zu vergessen natürlich die vielen Vergleichsportale, in denen Sie schnell und unkompliziert herausfinden können, ob das ausgewählte Hotel auch tatsächlich halten kann, was es verspricht. Das Internet bietet also eine Flut an Informationen und als Tourismusbetrieb ist es wichtig, sich durch einzigartige Inhalte von der Masse abzuheben.

Fakt: „Die Hälfte der Urlaube werden online gebucht“

Dass das Internet gerade in der Tourismusbranche einen immensen Einfluss hat, belegen die Zahlen der „The mobile Traveller“ Studie, die in Kooperation von Google, Tui Deutschland und den TNS & GfK Marktforschungsinstituten im letzten Jahr herausgegeben wurde. Denn nach dieser werden mittlerweile neun von zehn Buchungen online recherchiert, die Hälfte davon übrigens über das Smartphone. Auch bei den eigentlichen Buchungen steht das Internet stark da: Die Hälfte aller Hotel- und Reisebuchungen werden mittlerweile online vorgenommen und immerhin 32 % aller Pauschalreisen.

Für Tourismusbetriebe bedeutet das: die Möglichkeit, online auf der eigenen Seite zu buchen, ist ein absolutes Muss geworden. Wer dafür die technischen oder finanziellen Mittel nicht zur Verfügung hat, kann zunächst auch eine Kooperation mit den großen Buchungsportalen wie Booking.com oder Agoda.com eingehen. Das hat natürlich seine Vorteile, aber auch Nachteile. Der Vorteil ist, dass Sie nicht in ein eigenes Buchungssystem investieren müssen, sondern quasi auf Ihrer Webseite nur auf die Partner-Seite verlinken. Die haben oft im Gegensatz zu kleinen Betrieben ein weitaus größeres Publikum und auch bei den Suchmaschinen ein wesentlich besseres Standing, so dass Sie von viel mehr Gästen gefunden werden können. Der Nachteil: die Provisionen, welche die Buchungsportale für sich beanspruchen, sind relativ hoch.
Aber eins ist klar: wenn Sie am Zahn der Zeit und am Puls der Kundschaft bleiben möchten, müssen Sie in die Digitalisierung Ihres Unternehmens investieren.

Das „Grundpaket“ an Digitalisierung
Gehen wir einmal davon aus, dass Sie einen kleinen Hotelbetrieb führen. Nicht jeder verfügt über das Budget, eine riesige Online- oder TV-Kampagne zu starten oder eine Virtuelle Tour durch den Betrieb online zu stellen. Aber das bedeutet nicht, dass Sie „ganz ohne“ dastehen müssen. Viele Wege, die Gäste und Kunden zu erreichen, kosten wenig bis gar nichts.
Selbst eine Webseite lässt sich heute mit einer minimalen Investition und etwas technischem Geschick selbst erstellen – sogar mit Buchungsfunktion und Co. Es ist allerdings grundsätzlich besser, einen IT-Experten an Bord zu haben, der sich sowohl um die Erstellung als auch die Pflege der Internetseite kümmern kann.
Neben der Website, über die Gäste und Kunden mit Ihnen in Kontakt treten können, gibt es natürlich noch die sozialen Netzwerke, über die Sie Ihren Betrieb bekannt machen und promoten können. Und dafür brauchen Sie kein riesiges Budget, sondern nur ein Gespür dafür, was Ihre Gäste wollen. Und etwas an Zeit.

Die Sozialen Medien im Zuge der Digitalisierung nutzen
Geschickt genutzt sind Facebook, Twitter, Instagram und Co. praktisch kostenlose Mittel, um Ihr Standing auf dem Markt zu stärken und bekannt zu machen. Welche der sozialen Plattformen „Ihr Ding“ ist oder ob Sie auf allen Channeln präsent sein möchten, ist eine Frage der Zeit und auch der Zielgruppe. Während Facebook auch ältere Kundschaft anspricht, sind manche sozialen Plattformen wie Snapchat oder Instagram eher auf ein jüngeres Publikum ausgerichtet. Auf gut Deutsch: Wenn Sie einen Wanderurlaub im Schwarzwald für Senioren anbieten, lohnt es sich nicht unbedingt, ihn auf Snapchat zu promoten.

Also gilt es im Voraus zu eruieren: wer ist Ihre Zielgruppe, wo hält sie sich primär im Internet auf und auf welche Art von Kommunikation reagiert sie positiv. Sobald Sie diese Fragen für sich beantwortet haben, können Sie effektiv an die Nutzung der Sozialen Medien gehen und sich stark positionieren.

Investition oder Einsparung?
Zwar setzen Tourismusbetriebe auch heute noch auf Kataloge und Broschüren, aber schon längst sind viele Unternehmen dazu übergegangen, alle Informationen nur noch online bereit zu stellen. Und das kann bares Geld sparen, denn Druck und Versand entfällt, während die Erstellungsarbeit etwa identisch bleibt.

Wenn Sie allerdings auch auf moderne digitale Werbemaßnahmen – wie beispielsweise eine virtuelle Rundreise durch Ihren Betrieb oder Region – zur Verfügung stellen möchten, bedeutet das natürlich höhere Kosten. Ein einfaches Beispiel: heute reicht es nicht mehr „nur“ eine gute Webseite zu präsentieren, die sich über den PC ansteuern lässt. Im besten Fall brauchen Sie zudem eine optimierte Version, um Ihre Webseite auch über das Smartphone oder Tablet anzeigen lassen zu können.

Am Ende des Tages steht immer die Frage: wie viel möchten oder können Sie in die Digitalisierung Ihres Unternehmens investieren? Danach richten sich die weiteren Maßnahmen aus. Sicher ist nur eins: ganz ohne Digitalisierung wird Ihr Unternehmen sich in der Tourismusbranche nicht mehr lange halten können.

Die Digitalisierung im Betrieb
Vergessen wir für einen Augenblick einmal das Internet. Auch im eigentlichen Betrieb sollten Sie in eine Digitalisierung investieren. Das beginnt selbstverständlich bei der elektronischen Buchung, Ticketerstellung und Co. für Ihre Gäste und umfasst auch so „einfache“ Dinge wie E-Mail-Verkehr und eine digitale Telefonanlage. Generell gilt heute übrigens: je schneller Sie auf Anfragen von Gästen und Kunden reagieren, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese sich für Sie entscheiden.

Aber auch im Betrieb selbst sollte eine Digitalisierung stattfinden. Internet wird heute gemeinhin als absolutes „Muss“ bei der Wahl eines Hotels oder anderen Tourismusbetriebs angesehen. Kassierten Hoteliers noch vor wenigen Jahren ordentlich bei der Buchung von Wi-Fi auf den Hotelzimmern ab, gehört der kostenfreie WLAN Empfang heute zum absoluten Standard und löst Stirnrunzeln aus, wenn er kostenpflichtig sein sollte. Ein Highspeed-Internet Zugang und starkes WLAN auf dem kompletten Hotelgelände sollte also gegeben sein und sorgt für glückliche Gäste.

Virtual und Augmented Reality – die Trends der Tourismusbranche
Wer heute etwas auf sich hält – die großen Firmen wie Google und Co. machen es vor – setzen auf moderne Technologien wie die virtuelle Realität. Brille auf und plötzlich finden Sie sich am Strand, in der Hotellobby oder am Pool wieder. Mit solchen Videos können Sie Ihren potenziellen Neukunden einen einfachen Weg präsentieren, sich selbst „vor Ort“ von Ihrem Betrieb zu überzeugen. Experten gehen davon aus, dass sogenannte virtuelle Erkundungen schon bald zum absoluten A und O in der Tourismusbranche gehören werden.

Auch Livestreams – beispielsweise von der Eröffnung, besonderen Events oder ähnlichem – sind ein relativ einfacher Weg, Aufmerksamkeit zu erregen, Kundenbindungen zu stärken oder neue zu formen. Je aktiver Sie im Kontakt mit Ihren Gästen stehen, sei es über die Sozialen Medien oder schnelles E-Mail-Feedback, desto stärker fühlen sich diese an Sie gebunden. Wer würde nicht lieber in dem Hotel bleiben, wo man immer eine freundliche und schnelle Reaktion bekommt als in dem Schuppen, der die E-Mail eine Woche lang unbeachtet lässt? Egal wie digital Sie aufgestellt sind, am Ende des Tages zählt immer noch die Kommunikation mit Kunden, Gästen und Interessenten.

Fazit: „Ohne Digitalisierung geht es nicht“

Wenn Sie auch in der Zukunft mit Ihrem Tourismusbetrieb vorne mitmischen möchten, müssen Sie wohl oder übel in die Digitalisierung Ihres Unternehmens investieren. Nur so schaffen Sie es, Ihre Kunden und Gäste dort „abzuholen“, wo es zählt: online. Denn wenn jetzt schon die Hälfte aller Buchungen online abläuft, können Sie sich recht einfach ausrechnen, dass diese Zahl in den nächsten Jahren noch weiter steigen wird.
Wie viel oder wie wenig Sie investieren, richtet sich dabei natürlich an Ihrem Budget aus, aber es gibt günstige Mittel und Wege, wie Sie sich geschickt online und auf sozialen Plattformen wie Facebook, Instagram, Twitter und Co. aufstellen können.
Und man darf natürlich nie vergessen: die Investitionen in die Digitalisierung Ihres Tourismusbetriebs kann sich doppelt und dreifach in Form von Buchungen und eines steigenden Bekanntheitsgrades auszahlen. In den digitalen Medien liegt die Zukunft – auch und vor allem der Tourismusbranche!

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